Virtuelle Lernplattformen

Thesen zu virtuellen Lernplattformen

  • Erwachsene lernen dann effizient, wenn das Interesse am Lerngegenstand ein vitales ist, d.h. wenn es ein Problem löst, dass das berufliche oder private Weiterkommen katalysiert. Lernen muss deshalb andocken an den Erfahrungen und Lebenswelten der TeilnehmerInnen. Klingt trivial, ist es aber nicht. Folgende Anforderungen haben sich als förderlich für das Lernen von Erwachsenen herausgestellt:
    • Lernen ist ein aktiver Prozess: Effektives Lernen ist nur über die aktive Beteiligung der Lernenden möglich. [...].
    • Lernen ist ein selbstgesteuerter Prozess: Der Lernende ist selbst für die Steuerungs- und Kontrollprozesse verantwortlich. [...]
    • Lernen ist ein konstruktiver Prozess: Jedes Lernen baut auf bereits vorhandenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf. [...]
    • Lernen ist ein situativer Prozess: Lernen erfolgt stets in spezifischen Kontexten. [...]
    • Lernen ist ein sozialer Prozess [...] (Reinmann-Rothmeier, Gabi & Mandl, Heinz (2001): Unterrichten und Lernumgebungen gestalten.In: A. Krapp & B. Weidemann (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union. S. 601-646, hier: S. 626)
  • E-learning: Hoffnungen und Hype
    • Kostenersparnis durch Maschinisierung also auch Rationalisierung von Bildung
    • Ansprechung jeden Lerntyps durch Multimedialität
    • Ermöglichung offenen und explorativen Lernens
    • Verkürzung der Lernzeiten
    • <> u.s.w.
  • Konsequenzen für den virtuellen Bildungsmarkt:
    • Erst Briefschulen, oder auch programmierter Unterricht, -> behavioristische Lerntheorien
    • dann multimediale Lernangebote zum Recherchieren -> kognitivistische Lerntheorien z.B. ganzheilichen Lernens
    • und schließlich netzbasierte, kollaborative Lernräume -> konstruktivistische Lerntheorie (siehe Piaget) siehe auch: http://www.hyperlernen.de
  • Was kann man von gelingenden Lernangeboten lernen? (z.B. auch von freier Softwareentwicklung)
    • Die Benutzer sind mit der Technik und ihrem Handling vertraut, womit die erste Hürde zur Partizipation überwunden wäre.
    • Statt einer statischen Lernumgebung schaffen Transparenz und die Möglichkeit zur Partizipation eine tendenziell hohe Integration der Beteiligten
    • Die Plattform setzt auf eine einfache Struktur, die dennoch übersichtlich ist.
    • Die Plattform bildet keine klassischen Bildungsmethoden ab, sondern passt sich mit ihren internetspezifischen Möglichkeiten dem zu lösenden Problem an