Wikis Politbild

Prinzipien politischer Bildung und die Arbeit mit Wikis

  • Eigenaktivität: Die TN gestalten Inhalte und Formen der Arbeit selbstbestimmt.
  • Elaboration: Durch das Wiki-Prinzip, bei dem keine Urheberrechte verletzt werden dürfen, müssen die TN das Thema aktiv bearbeiten, können also nicht einfach gefundenes Material übernehmen (copy&paste).
  • Multiperspektivität: Durch das Wiki-Prinzip NPOV (neutral point of view / neutraler Standpunkt) müssen TN verschiedene Perspektiven, Standpunkte und Meinungen zu einem Thema erfassen und gegenüber stellen.
  • Diskussion: Durch die an jedem Wiki-Eintrag angeknüpfte Diskussionsmöglichkeit entstehen Meta-Foren zur Kommunikation (Fragen und Meinungen zum Thema). Da es nur einen möglichen aktuellen Eintrag gibt, besteht bei Dissens ein Druck zur Auseinandersetzung. (Was nicht heißt, dass es als Ergebnis der Auseinandersetzung nicht auch mehrere Standpunkte gibt, die sich gegenübergestellt werden.)
  • Vernetzung und Hierarchisierung von Wissen: Das Hyperlink-Prinzip und die Möglichkeit zur Gliederung ermöglichen es, Zusammenhänge zu erkennen und abzubilden. Oberthemen können mit Unterpunkten versehen und verknüpft werden.
  • Prozesshaftigkeit: Die Bearbeitung eines Themas ist nicht abgeschlossen, sondern dauerhaft möglich.
  • Öffentlichkeit: Es stellt sich hier die Frage, ob es für die TN motivierend wirkt, wenn sie ein Werk herstellen, das online veröffentlicht wird, oder ob politische Bildung andererseits nicht eher einen nicht-öffentlichen Schutzraum braucht, in dem Prozesse und Standpunkte zwangloser erprobt werden können.